Österreichische Diabetes Gesellschaft
 
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DKA Präventionskampagne:
Informationen für Ärzte

Die Inzidenz (Zahl der Neuerkrankungen/Jahr) des Diabetes mellitus Typ 1 bei Kindern und Jugendlichen <15J nimmt ständig zu, in Österreich hat sie sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Die Ursachen dafür nicht noch nicht geklärt.

Die überwiegende Mehrzahl der Kinder < 15J haben einen DMT1 (>95%), je jünger die Kinder sind, desto schneller können sie eine Ketoazidose entwickeln, daher ist die rasche Diagnosestellung essentiell. In vielen Fällen ist den KollegInnen die Dringlichkeit nicht bekannt, oder die Symptome werden nicht als Diabetessymptome interpretiert.

Anzeichen von Diabetes

Diabetes mellitus Typ 1 wird von den Kindern und den Jugendlichen sowie deren Eltern meistens aufgrund typischer Anzeichen bemerkt, z.B. vermehrter Harndrang, gesteigerter Durst, allgemeine Schwäche/Müdigkeit, Nachlassen der Schulleistungen und Gewichtsverlust. Manche Kinder nässen nachts wieder ein. Die Dauer der Symptome reicht von Tagen bis wenige Wochen.

Die Diagnose

Bei Anzeichen/Symptomen sollte unverzüglich ein Arzt/eine Ärztin aufgesucht werden, diese/r sollte dann den Harn kontrollieren (Glucose/Keton im Harn?), sowie mittels Fingerstich den Blutzucker bestimmen, weitere Untersuchungen wie z.B. HbA1c (Langzeit-wert) können dann auch an der Klinik bestimmt werden. Es ist bei Kindern mit Verdacht auf Diabetes mellitus meist nicht notwendig eine Nüchtern-Blutzucker-Bestimmung durchzuführen, meist die die Blutzuckerwerte deutlich erhöht, daher ist auch ein oraler Glucosetoleranztest meist nicht notwendig.

Diagnosekriterien für einen Diabetes mellitus:

Es gelten in der Pädiatrie die gleichen Diagnosekriterien wie bei den Erwachsenen, lediglich die Glukosebelastung beim oralen Glukosetoleranztest (oGTT) ist gewichtsbedingt unterschiedlich:

Plasma Vollblut
Nüchtern-Wert (mg/dl) Venös Kapillär Venös Kapillär
Normal <100 <100 <90 <90
Gestörte Nüchternglukose 100-125 100-125 90-109 90-109
Diabetes mellitus ≥126 ≥126 >110 >110

2-h Wert mg/dl (1,75g/kgKG oGTT)
Normale Glukosetoleranz <140 <160 <120 <140
Gestörte Glukosetoleranz 140-199 160-219 120-179 140-199
Diabetes mellitus ≥200 ≥220 ≥180 ≥200

Bei klassischen Symptomen und Hyperglykämie (hoher Zucker) und/oder Glukosurie/Ketonurie (Zucker/Ketonkörper im Harn) sollten die Kinder/Jugendlichen umgehend an eine Kinderabteilung zur Therapieeinstellung überwiesen werden.

Bei Patienten mit fehlender klinischer Symptomatik, aber nachgewiesener Hyperglykämie und/oder Glukosurie (dies kann z.B. transient im Rahmen eines Infektes auftreten), sollte eine Kontaktaufnahme, sowie eine weitere Abklärung in einem Zentrum für pädiatrische Diabetologie erfolgen.


Wir danken unseren Sponsoren:


... sowie dem Bundesministerium für Unterricht und Kunst (bmukk) für die freundliche Unterstützung des Projektes.


Plakate zum Download:

>> Poster für Eltern/Betreuungspersonen (für Ärzte, Kindergärten, Apotheken)
>> Poster für Schüler (6-14J)




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